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Auch im Februar wird es nicht langweilig in Wien: Neben zahlreichen nationalen und internationalen künstlerischen Positionen, kommen auch Freunde der Streetart auf ihre Kosten. Fanny Hauser stellt ihre Highlights vor.

Mit der Gruppenausstellung Verortungen verknüpft die Galerie Steinek acht Positionen internationaler KünstlerInnen, die sich mit Orten und ihrer Veränderbarkeit, Manipulation sowie ihrer subjektiven Wahrnehmung auseinandersetzen. Während der in Liverpool geborene Künstler Paul Morrison die Botanik in das Zentrum seiner monochromatischen Arbeiten stellt, eröffnet der österreichische Künstler Clemens Wolf uns Perspektiven in den urbanen Raum. Michaela Spiegel hingegen verdeutlicht in ihren Arbeiten, dass „Verortungen“ sich nicht nur auf einer rein geographischen oder materiellen Ebene vollziehen lassen und präsentiert in ihrer Serie Asyl Ansichten architektonischer Gebäude, die auf alten Postkarten basieren. Außerdem zu sehen sind Arbeiten von Alice Aycock, Peter Hopkins, Tania Kitchell, Ken Lum und Georges Rousse.

Auch in der Galerie Gabriele Senn können aktuell sieben Positionen österreichischer Künstler und Künstlerinnen aus unterschiedlichen Generationen besichtigt werden: So stehen u. a. die materialbezogenen Arbeiten Cäcilia Browns (*1983), in denen auffällig stabile Materialien (Gips, Stahl, Kiesbeton) verarbeitet werden, in starkem Gegensatz zu Elfie Semotans (*1941) Fotografien, die sich vor allem durch ein raffiniertes Perspektivenspiel und den Umgang mit verschiedenen Lichtintensivitäten auszeichnen.

Georg Kargl hat seine aktuelle Ausstellung verlängert und lädt nun noch bis 7. März dazu ein, sich intensiver mit den Arbeiten von Jitka Hanzlová auseinandersetzen. Im Zentrum ihrer Arbeiten, stehen vor allem Erinnerungen und die Frage nach Identität im Mittelpunkt. Während Hanzlová in ihrer Serie There Is Something I Don’t Know das Potential der Archetypen in der Renaissance auslotet, widmet sie sich in ihrer Werkgruppe Horses dem ausschnitthaften Erfassen von Pferden und der Übertragung ihrer instinktiven Qualitäten in das fotografische Medium.

Martin Janda widmet sich noch bis Anfang März dem Schweizer Künstler Roman Signer. Signer, dessen Arbeiten vor allem von einer spannungsvoller Erwartungshaltung und dem überraschenden Übergang einer Form in die nächste leben, wurde spätestens in den 1980er Jahren durch den künstlerischen Einsatz von Sprengstoff international bekannt. Bei Martin Janda werden aktuell früherer Arbeiten des Künstlers gezeigt, deren Fokus auf den Ausgangspunkten oder den Resultaten von Signers Experimenten liegt.

Abschließend sei noch auf die aktuelle Ausstellung in der Inoperable Gallery im 6. Bezirk hingewiesen: Das Künstlerduo Jana & JS lässt sich häufig von verlassenen Landschaften und selbst gemachten Porträts inspirieren und feierte seine erste Ausstellung 2007 in Paris. In den neuen Arbeiten der Street Artists spielen vor allem Erinnerungen sowie melancholische und nostalgische Elemente eine wesentliche Rolle. Die Ausstellung Forget the outside eröffnet am 5. Februar.

// Fanny Hauser

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