Art Basel in Basel 2015 | Galleries | Johnen Galerie

ART BASEL 2015 – GALLERIES

Es ist wieder so weit: Das Spektakel rund um die mittlerweile 46. Ausgabe der Art Basel hat begonnen! Vom 18. bis 21. Juni öffnet die renommierte Kunstmesse ihre Pforten und bietet ihren BesucherInnen auch heuer wieder die Möglichkeit Skulpturen, Gemälde, Installationen und Videoarbeiten aus dem 20. und 21. Jahrhundert zu bewundern – und zu kaufen. Fanny Hauser hat sich umgesehen.

Wie jeden Juni werden auch heuer wieder zahlreiche künstlerische Arbeiten von der klassischen Moderne des frühen 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwartskunst im Rahmen der Art Basel präsentiert. Während europäische Galerien nach wie vor stark vertreten sind, ist in der diesjährigen Ausgabe der Messe auch eine stärkere Präsenz amerikanischer Galerien und jener aus dem asiatisch-pazifischen Raum zu vernehmen. Im Rahmen der größten Raumaufteilungsänderung seit 2006 wurden rund 57 der im Erdgeschoß befindlichen Messestände umpositioniert. Ausschlaggebender Grund für diese Neuerungsmaßnahme ist die angeblich zu geringe Sichtbarkeit historischer Arbeiten in den letzten Jahren. Durch die neue Gliederung des Erdgeschosses, sollen nun Werke aus der Zeit von 1900 bis 1970 besonders zur Geltung gebracht werden. Folgt man den Aussagen Marc Spieglers, dem Direktor der Art Basel, werden Exponate aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nämlich immer seltener auf dem Kunstmarkt. Ein Grund mehr für die New Yorker Galerie St. Etienne in gewohnter Manier Werke von Egon Schiele und Oskar Kokoschka zu präsentieren. Dominique Lévy setzt unter anderem auf Werke von Robert Ryman und Yves Klein und präsentiert außerdem eine hochkarätige Skulptur Alberto Giacomettis. Schon die VIP-Preview soll Berichten zufolge ein großer Erfolg für Galerien wie die Skarstedt Gallery sowie für Hauser & Wirth und die Pace Gallery gewesen sein und dürfte auch die Kunst-Mogule Larry Gagosian und Thaddaeus Ropac erwartungsgemäß glücklich gestimmt haben.

Der Großteil der im Hauptsektor der Messe befindlichen Galerien widmet sich allerdings nach wie vor den Künstlern und Künstlerinnen der Gegenwart. Einen besonders gelungenen Messestand kann man bei der Berliner Galeristin Esther Schipper finden, dessen Plafond von Philippe Parrenos berühmten Speech Bubbles bedeckt wird. Zu sehen sind außerdem Arbeiten von Pierre Huyghe, Thomas Demand und Daniel Steegman. Die ebenfalls in Berlin ansässige Johnen Galerie, die sich mittlerweile mit Esther Schipper zusammengeschlossen hat, versammelt Dank Martin Hornigs künstlerischem Beitrag ebenfalls eine Schar von Leuten um ihren Messestand. Die Arbeiten des tschechischen Künstlers Roman Ondák können nicht nur bei Jörg Johnen, sondern auch am Stand der Wiener Galerie Martin Janda bewundert werden. Die ebenfalls in Wien ansässige Galerie Krinzinger besticht vor allem mit Arbeiten des französischen Künstlers Kader Attia, der nicht zuletzt mit seiner im Rahmen der Art Basel Unlimited gezeigten Arbeit besticht und aktuell in aller Munde ist. Auch Damien Hirst darf auf einer hochkarätigen Messe wie der Art Basel selbstverständlich nicht fehlen. Das hat auch die Londoner Galerie White Cube verstanden und präsentiert deshalb Something or Nothing (2004): Eine aus toten, in Formaldehyd konservierten Fischen bestehende Installation.

Die Feature-Sektion der Messe legt ihren Schwerpunkt auf Galerien, die kuratorische Projekte vorstellen. In Erinnerung bleibt hier unter anderem die Präsentation zweier weniger bekannter Werkgruppen Michelangelo Pistolettos, der sich auch in diesem Jahr wieder großer Beliebtheit an diversen Messeständen erfreut. Durch die in New York und London ansässige Galerie Luxembourg & Dayan vertreten, finden sich die BetrachterInnen von La Gabbia (The Cage) sowohl in- als auch außerhalb eines die Wände des Standes dominierenden Spiegelgefängnisses wieder. Die Statements sollen den BesucherInnen und SammlerInnen eine Plattform bieten, um junge KünstlerInnen und Galerien für sich zu entdecken. Auffallend viel Andrang gibt es hier bei der Zürcher Galerie RaebervonStenglin, die ein ortsspezifisches Projekt des Schweizer Künstlers Raphael Hefti präsentiert. Während der gesamten Messedauer werden mithilfe einer programmierten Fräsmaschine Aluminiumskulpturen hergestellt und bearbeitet, bis nur mehr ein Haufen Metallspäne übrig bleibt. Der diesjährige Baloise Art Prize ging jedoch nicht an Raphael Hefti, sondern ehrte die Videoarbeit der britischen Künstlerin Beatrice Gibson (Laura Bartlett Gallery) sowie die Werkgruppe des französischen Künstlers Mathieu Kleyebe Abonnenc, der von der Galerie Marcelle Alix Galerie vertreten wurde und die Jury mit einer Sammlung ethnografischer Objekte zu überzeugen wusste.

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ART BASEL 2015

June 18–21, 2015

Mehr unter: www.artbasel.com