HELMUTS PRIVATE ART CLUB | Booth 109 © Sabrina Möller

 

Wer in der Wiener Kunstszene Zuhause ist, hat schon davon gehört: Helmuts Art Club. Doch was verbirgt sich dahinter? Auf der Website lüftet sich das Geheimnis nicht. Nun ist das Duo hinter Helmuts Art Club mit einem Stand auf der VIENNAFAIR 2015 vertreten – und mit einem großen Bett, in das man sich auch gerne reinlegen darf. Was sich dahinter verbirgt, hat das Duo unserer Redakteurin Anna Maria Burgstaller im Interview erzählt …

 

Das Team von Helmuts Art Club © Sabrina Möller

Das Team von Helmuts Art Club
© Sabrina Möller

Ist Helmuts Art Club das erste Mal auf der VIENNAFAIR vertreten?

Ja, wir sind zum ersten Mal auf der VIENNAFAIR. Helmuts Art Club gibt es jetzt seit drei Jahren. Helmuts findet zeitgleich mit den Wiener Kunstmessen im Herbst statt. Die Idee dahinter ist, nach der Messe viele internationale Sammler, Galeristen und Künstler zu unseren Veranstaltungen einzuladen.

Ihr seid keine Galerie im klassischen Sinne und ihr habt auch keinen fixen Raum. Wie und wo stellt ihr die Werke aus? Wie funktioniert Helmuts Art Club?

Helmuts Art Club ist ein Private Art Club, der erste in Wien. Wir haben in dem Hotel Seehof in Goldegg eine Art Suite gestaltet und kuratiert: die Ausstellungen in der Suite wechseln zweimal jährlich. Hotelgäste können, sofern das Zimmer nicht belegt ist, die Ausstellung im Hotel besuchen.

Vertretet ihr dennoch bestimmte Künstler, wie es auch Galerien machen? Oder ist euer Konzept mehr als moderner Kunsthandel zu verstehen?

Weder noch. Wir treiben seit dem Jahr 2008 das Projekt im öffentlichen Raum voran und haben mit dem Helmuts Projekt begonnen Ausstellungen in unkonventionellen Räumen zu zeigen. Es geht darum, dass man österreichischen und internationalen KünstlerInnen die Möglichkeit gibt sich auf eine andere Art und Weise zu zeigen.

HELMUTS ART CLUB • Stand 109 Courtesy: Helmuts Art Club

HELMUTS ART CLUB • Stand 109
Courtesy: Helmuts Art Club

Das bedeutet, ihr seid generell flexibel was eure Räumlichkeiten betrifft? War die begrenzte Ausstellungsfläche auf einer Messe da noch ein Problem? Welches Konzept habt ihr verfolgt?

Flexibilität ist das falsche Wort. Wir sind immer auf der Suche nach leeren Räumen, die wir temporär bespielen und führen dadurch auch den vergänglichen Gedanken der Street Art weiter. Der Raum auf der Messe ist unser erster Versuch im Rahmen einer Messe Kunst zu zeigen.

Klassische Galerieformate haben es derzeit nicht leicht. Stattdessen rücken immer mehr Pop-Up Galerien nach. Was ist eure Strategie, um im Kunstmarkt permanent bestehen zu können? Werden Messen auch künftig eine Rolle spielen?

Es ist nicht wirklich eine Strategie. Es ist für uns mehr der Zugang Kunst so zu zeigen, wie sie funktioniert. Wir wollen Kunst wieder greifbar und nahbar machen. In diesem Sinne sind wir keine herkömmliche Galerie. Wir sind selbst Kreative und finden gerne neue Möglichkeiten in Zusammenarbeit mit Künstlern. Das ist gerade das Interessante für uns: neue Möglichkeiten finden und sich nicht in eine Norm zwängen lassen. Messen finden wir großartig, weil unser Konzept total anders ist und das Ganze für uns eine super Möglichkeit ist, präsent zu sein. Das Feedback für den gesamten „Hotelraum“ ist bisher sehr gut.

Wie hat das Team rund um Wolfgang Pelz reagiert, als ihr vorgeschlagen habt, ein Hotelzimmer nachzubauen?

Eigentlich war es die Idee von Wolfgang Pelz uns auf dieser Messe einen Ort zu geben, wo wir die Ideen von Helmuts Art Club präsentieren können.

Vielen Dank!

// Interview von Anna Maria Burgstaller

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HELMUTS ART CLUB | Booth 109

VIENNAFAIR 2015

08. – 11. Oktober 2015 • täglich von 11 – 19 h
Messeplatz 1 • 1020 Wien • Austria
www.viennafair.at

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der VIENNAFAIR