Simon Mullan Josephine, 2016 Image courtesy of PM/AM and the artist. Photo: Erik Saeter Jorgensen

AUSSTELLUNGEN IN WIEN • APRIL & MAI 2016

Nicht weniger abwechslungsreich als das Wetter gestaltet sich das Wiener Ausstellungsprogramm im April und Mai. Fanny Hauser weiß, was man auf keinen Fall verpassen sollte.

Nach der Gruppenausstellung Malen ohne Geländer, in der insgesamt 12 internationale Positionen, die sich in unterschiedlichster Weise an dem Begriff der Malerei abarbeiten und diesen dabei neu definieren, präsentierten (darunter Arbeiten von u.a. Christian Falsnaes, Nadira Husain, Shila Khatami, Christine Würmell sowie dem Zentrum für politische Schönheit), präsentiert der Projektraum Viktor Bucher nun Fabio Zollys Installation Rendezvous mit der Realität Vol 2, in der es um das Sicht- Hör- und Erlebbarmachen von unterschiedlicher, (persönlich empfundener) politischer, wirtschaftlicher und kultureller Divergenz geht.

BOXI, THE LIST, 2008. Sprühfarbe/Schablone/Mdf. 2-tlg.: 80 x 118 cm bzw. 20 x 15 cm. Auflage 3/8 Courtesy: Projektraum Viktor Bucher

BOXI, THE LIST, 2008. Sprühfarbe/Schablone/Mdf. 2-tlg.: 80 x 118 cm bzw. 20 x 15 cm. Auflage 3/8
Courtesy: Projektraum Viktor Bucher

Von Angela Stief kuratiert wurde die aktuelle Gruppenausstellung ZZZ im Kunstraum Sellemond. Alle KünstlerInnen der Ausstellung – Dejan Dukic, Angelika Loderer, Anneliese Schrenk und Siegfried Zaworka – unternehmen in ihren Arbeiten den Versuch, den Abbildcharakter von Kunst fundamental in Frage zu stellen. Auf der Suche nach alternativen Strategien der Bildproduktion gewinnen der Objektstatus der Kunst sowie seine medialen Manifestationen an Bedeutung: Oberflächenbearbeitungen, Materialerkundung und Formfindungsprozesse erweisen sich als integraler Bestandteil einer visuellen Sprache, die aktuelle sowie traditionelle künstlerische Techniken nutzt, um das Gewohnte neuen dekonstruktiven Bearbeitungsschritten zu unterziehen.

SWDZ – So Weit, Die Zukunft präsentiert ab 21. April Aktfotografien aus der Serie El Cabrito, ein im Februar 2015 entstandenes Gemeinschaftsprojekt des Fotografen Christoph Liebentritt und der Künstlerin Hatschepsut Huss. Auf der Kanareninsel La Gomera, konkret der Finca „El Cabrito“, dem ehemaligen „Sitz im Süden“ der Otto Mühl-Kommune wurden Frauen und Männer in inseltypischen Vegetationsformen mit kargem Bergwuchs, üppigen Tropenpflanzen oder schlicht am Meer abgelichtet. Die Serie erzählt auf behutsame Art und Weise von unverhüllter menschlicher „Natur“ in exotischer Natur; von einem Ort der Freiheit als auch einem Versteck.

Simon Mullan Josephine, 2016 Image courtesy of PM/AM and the artist. Photo: Erik Saeter Jorgensen

Simon Mullan
Josephine, 2016
Image courtesy of PM/AM and the artist. Photo: Erik Saeter Jorgensen

Die Galerie Nathalie Halgand widmet ihre mittlerweile zweite Ausstellung dem in London und Berlin lebenden deutschen Künstler Simon Mullan. Nach “Die Fuge” und “Die Fläche”, ist “Der Raum” die letzte Ausstellung einer Ausstellungsserie Mullans, die in Zusammenarbeit mit der Sammlung Haubrok in einer Publikation erscheinen wird (erhältlich ab September 2016). Nach zehnjähriger internationaler künstlerischer Tätigkeit werden nun in den drei aneinander grenzenden Galerieräumen drei von Mullans Werkgruppen das erste Mal in seiner Heimatstadt Wien ausgestellt.

Mit der Ausstellung REVUE feiert das Büro Weltausstellung bis Ende Mai sein dreijähriges Jubiläum und präsentiert eine Auswahl der bislang ausgestellten Werke und entstandene Editionen. Wir gratulieren!

// Fanny Hauser